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  • 23.08.2019
Zahl der Post-Beschwerden steigt
economics
23.08.2019

Zahl der Post-Beschwerden steigt

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Die Beschwerden über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber nehmen weiter zu. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen von Januar bis Ende Juli 9560 kritische Wortmeldungen ein und damit 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Themen waren verspätete Pakete, falsch zugestellte Briefe und lange Wartezeiten am Schalter.

Bei den Beschwerden geht es um die ganze Post- und Paketbranche, die Kritik richtet sich also auch gegen Konkurrenten der Deutschen Post. In den meisten Fällen geht es aber gegen den Ex-Staatsmonopolisten, der mit großem Abstand Marktführer in Deutschland ist.

Wer Probleme hat beim Erhalt von Briefen oder Paketen, kann sich bei der Bundesnetzagentur melden, die als Regulierungsbehörde zuständig ist für die Post- und Paketbranche. Offen ist aber, ob man aus den seit langem steigenden Beschwerdezahlen eine schlechtere Qualität der Dienste ableiten kann. Vermutlich war vielen Bürgern gar nicht bekannt, dass sie sich bei der Regulierungsbehörde beschweren können - erst durch die Medien dürften sie darauf aufmerksam geworden sein.
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Pakete und Porto sorgen für Aufwind
Trotz der augenscheinlichen Kunden-Unzufriedenheit kann die Post auf solide Geschäftszahlen bauen. Der boomende Paket-Markt und ein florierendes Geschäft mit Express-Sendungen bescherten dem Bonner Konzern im zweiten Quartal Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. "Es war insgesamt ein gutes Quartal", bilanzierte Finanzchefin Melanie Kreis.

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Die Post steigerte von April bis Juni den Umsatz um drei Prozent auf 15,5 Milliarden Euro, der operative Ertrag (Ebit) kletterte um 2,9 Prozent auf 769 Millionen Euro. Der Konzern erwartet nun leicht bessere Geschäfte mit Briefen und Paketen in Deutschland und will 2019 den operativen Gewinn auf vier bis 4,3 (zuvor: 3,9 bis 4,3) Milliarden Euro steigern.

"Wir sind - trotz des herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfelds - zuversichtlich für die weitere Entwicklung und haben das untere Ende unserer Jahresprognose angehoben", erklärte Post-Chef Frank Appel. Helfen dürfte der Post dabei im zweiten Halbjahr auch die Erhöhung des Briefportos in Deutschland. Das Massenprodukt Standardbrief etwa kostet seit dem 1. Juli 80 Cent nach zuvor 70 Cent.
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Aber auch bei Paketen hat die Post an der Preisschraube gedreht. Zudem setzen die Bonner auf ein starkes Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal, sagte Kreis. Im Jahr 2020 will die Post einen großen Schritt nach vorn machen: Der operative Ertrag soll dann auf mehr als fünf Milliarden Euro klettern.
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