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  • 13.12.2019
China wehrt sich gegen US-Vorwürfe
economics
12.12.2019

China wehrt sich gegen US-Vorwürfe

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Chinas Zentralbank hat im Handelsstreit mit den USA den Vorwurf der Währungsmanipulation entschieden zurückgewiesen. Die US-Seite ignoriere die Fakten und hefte der Volksrepublik in "unangemessener Weise" das Etikett eines Währungsmanipulators an, erklärte die Zentralbank. "Die chinesische Seite ist entschieden dagegen."

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Die Volksrepublik werde den Yuan nicht als Waffe im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten einsetzen und habe dies auch nicht in der Vergangenheit getan, erklärte die Zentralbank in Peking. China als Währungsmanipulator einzustufen, stelle eine ernste Verletzung internationaler Regeln dar.
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Die USA hatten China am Montag offiziell der Währungsmanipulation bezichtigt und die Wirtschaftsstreitigkeiten mit Peking damit weiter verschärft. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, er werde sich an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wenden, um die "unfairen Wettbewerbsvorteile zu beseitigen", die China sich verschafft habe.

Zuvor war der chinesische Yuan auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahrzehnt gesunken: Er überschritt am Montag die symbolische Marke von sieben Yuan pro Dollar. US-Präsident Donald Trump beschuldigte China daraufhin auf Twitter, seine Währung künstlich abzuwerten, um den USA ihre "Unternehmen und Fabriken zu stehlen". Trump hat China immer wieder vorgeworfen, seine Währung künstlich abzuwerten, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Ein schwächerer Yuan begünstigt chinesische Exporte.

Die offizielle Einstufung Chinas als Währungsmanipulator durch die USA verschreckt Devisenanleger. Der an Börsen außerhalb des chinesischen Festlandes gehandelte sogenannte "Offshore-Yuan" fiel im Laufe des Tages zeitweise auf ein Rekordtief. Im Gegenzug stieg der Dollar an Handelsplätzen wie Hongkong oder Singapur um bis zu 0,6 Prozent auf 7,1397 Yuan. An den chinesischen Festlandbörsen stabilisierte sich Kurs bei 7,0357 Yuan.
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Nach der Ankündigung der chinesischen Zentralbank, in Hongkong kurz laufende Yuan-Anleihen im Volumen von umgerechnet 3,8 Milliarden Euro ausgeben zu wollen, drehte der Dollar-Kurs ins Minus und verlor 0,5 Prozent auf 7,0661 Yuan. Derartige Emissionen dienten dazu, Wetten auf einen weiteren Kursverfall der chinesischen Währung zu verteuern, sagte Commerzbank-Analyst Hao Zhou.

Allerdings bereite Investoren allein die Tatsache Kopfschmerzen, dass der Dollar erstmals seit 2008 die psychologisch wichtige Marke von sieben Yuan (was im Umkehrschluss rund 14 Cent für einen Yuan bedeuten) wieder durchbrochen habe, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. "Zuletzt hatte die chinesische Zentralbank bei Eskalationen interveniert, auch um die Handelsgespräche nicht zu gefährden. Diesmal ließ die People’s Bank of China den Markt gewähren. Vielleicht ein Zeichen, dass Peking kaum noch Hoffnung auf eine baldige Einigung mit den USA hat."

Renminbi ist der offizielle Name der chinesischen Währung. Es ist das chinesische Wort für "Volksgeld" und betrifft die Währung als Ganzes. Das Wort "Yuan" ist offiziell nur der Begriff für die Maßeinheit des Geldes - wie Euro oder Cent. In Yuan werden Preise gemessen, das Wort Yuan steht auch auf Geldscheinen. Der Einfachheit halber hat es sich aber in anderen Ländern eingebürgert, immer von "Yuan" zu sprechen.
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Anleger fühlten sich zudem an 2015 erinnert, als Chinas Zentralbank die Währung abwertete, um eine Abkühlung der Konjunktur abzufedern, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Die aufkeimende Furcht vor möglichen Folgen für die Weltwirtschaft stürzte damals die Börsen weltweit in Turbulenzen.

Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar, sondern darf an den Festlandsbörsen einen von der Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten. Rein rechnerisch würde ein Dollar-Kurs von 7,40 Yuan die Beeinträchtigung der chinesischen Konjunktur durch die US-Strafzölle ausgleichen, sagte Deutsche Bank-Experte Stephan. "7,20 Yuan pro US-Dollar scheinen mir aber als 'neue Grenze' für die Zentralbank zunächst realistischer."
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