Zuckerbergs Sicherheit kostet 22 Millionen
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20.07.2019

Zuckerbergs Sicherheit kostet 22 Millionen

Facebook hat die Ausgaben für die Sicherheit von Geschäftsführer Mark Zuckerberg im letzten Jahr verdoppelt. Zuckerberg hat in den letzten drei Jahren ein Grundgehalt von 1 US-Dollar bezogen, und im Jahr 2018 beliefen sich die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen nach Unternehmensangaben auf 22,6 Millionen US-Dollar. "Wir glauben, dass Herr Zuckerberg eine einzigartige Position einnimmt: Er steht für Facebook. Daher ist die negative Einstellung unserem Unternehmen gegenüber direkt mit Herrn Zuckerberg verbunden und wird oft auf ihn übertragen", heißt es in einem Statement von Facebook.

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Knapp 20 Millionen US-Dollar flossen in die Sicherheit von Zuckerberg und seiner Familie, verglichen mit 9 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Zuckerberg erhielt auch 2,6 Millionen US-Dollar für den Gebrauch von Privatjets, die Teil seines gesamten Sicherheitsprogramms waren. Facebook betreibt intensive Sicherheitsmaßnahmen, wenn es um hochrangige Angestellte geht. Unter anderem werden die Standorte bestimmter Benutzer aufgezeichnet, die das Unternehmen als Bedrohung für seine Führungskräfte betrachtet.

Der Anstieg von 32 Prozent zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die erhöhten Personensicherheitskosten an seinen Wohnsitzen und auf persönlichen Reisen zurückzuführen. Im Jahr 2017 lagen die Kosten noch bei 7,6 Millionen US-Dollar. Das Paket beinhaltet außerdem eine zusätzliche Vorsteuer in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für die Kostendeckung des Sicherheitspersonals.

Bezos zahlt deutlich weniger für Sicherheit
Zum Vergleich: Für die Sicherheit von Amazon-Gründer Jeff Bezos wurden im Jahr 2018 1,6 Millionen US-Dollar aufgewendet. Uber-Chef Dara Khosrowshahi wies nach Angaben der Behörden nur etwas mehr als 2 Millionen US-Dollar Kosten für Sicherheitsvorkehrungen aus.

Der enorme Anstieg der Kosten für Zuckerbergs Sicherheit erfolgt nach einem für das Unternehmen turbulentem Jahr voller Skandale. Angefangen mit dem Cambridge Analytica-Skandal im März, in dem eine politische Beratungsfirma personenbezogene Daten von Facebook-Nutzern auf unberechtigte Weise abrief und für politische Werbeanzeigen nutzte. Es endete mit dem Chaos um die PR-Agentur "Definers Public Affairs" im November. Dabei wurde festgestellt, dass Facebook die Firma dazu benutzt hat, negative Geschichten über Konkurrenten zu schreiben und sie in der Presse zu veröffentlichen.
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